Chronik

Die Gründungsjahre

Am 02. Mai 1971 versammelten sich Interessierte im Gasthof Bauregger (heute Springer) in Traunwalchen zur Gründung eines Trachtenvereins. Eingeladen hatte Franz Jaksch jun.
Vorausgegangen war die Gründung einer Kinderschuhplattlergruppe, Leiter Alois Edtmayer, in Zusammenarbeit mit der Musikschule Traunwalchen. Erfolgreiche Auftritte – durch zahlreiche Zeitungsberichte belegt – sprachen für eine ausbaufähige Zukunft.
Bedingt durch die Entfernung zu den umliegenden Vereinen und um die Heimat- und Trachtenverbundenheit in Traunwalchen zu festigen, wurde ab Juli 1970 begonnen, die Idee der Gründung eines Trachtenvereins in die Tat umzusetzen.
Bereits bei der offiziellen Gründungsversammlung wählten 104 Gründungsmitglieder eine Vorstandschaft mit Stefan Scheck als  1. Vorstand.
Der neugegründete Trachtenverein nannte sich auf Grund seiner geographischen Lage „D`Traunviertler“ Traunwalchen, dessen Mitgliederzahl im Gründungsjahr auf 259 anwuchs.

Der erste Vereinsausschuss der Traunviertler bestand aus:

  • 1. Vorsitzenden - Stefan Scheck
  • 2. Vorsitzenden - Josef Parzinger
  • 1. Kassier - Josef Weinzierl
  • 2. Kassier - Herbert Schneider
  • Jugendleiter - Alois Edtmayer jun.
  • Musikwart - Franz Jaksch jun.
  • Schriftführer - Bernhard Rieder
  • Revisoren - Andreas Schwarzenbeck und Johann Huber
  • Frauenvertreterin - Annelies Schuhböck, Agnes Schuster
  • Beisitzer - Josef Billinger, Franz Jaksch sen., Leonhard Huber
  • 1. Vorplattler - Josef Holzner
  • 2. Vorplattler - Willi Scheck
  • 1. Vortänzerin - Brigitte Klauser
  • 2. Vortänzerin - Marianne Mittermeier

Am 17. Juli 1971 wurden die Traunviertler auf Antrag als 118. Verein in den Gauverband 1 aufgenommen (Gauversammlung anlässlich des Gaufestes in Kolbermoor)
In der Gauversammlung in Rosenheim am 24. Oktober 1971 wurde Jugendleiter Alois Edtmayer erstmals zum Gaujugendleiter gewählt. Er bekleidete dieses Amt bis 1992.


Die Vereinsfahne

Die Vereinsfahne – angefertigt von der Fahnenstickerei Schmid, Bad Reichenhall – wurde am 30. Juli 1972 von H. Pfarrer Josef Otter geweiht. Festleiter war Stefan Scheck, Fahnenmutter Maria Mittermeier, Fahnenbraut Brigitte Klauser. Als Festmusik wurde die Blaskapelle Otting gewonnen unter ihrem Dirigenten Mathias Kobler.
8 Musikkapellen und 42 Vereine erschienen zu diesem Trachtenfest.
Der Trachtenverein „Auerbergler“ Altenmarkt übernahm die Patenschaft und unterstützte die Traunviertler weiterhin. Auch das Gaupreisplattln des Gauverbandes 1 fand 1972 im Festzelt Traunwalchen statt.

Am 9. September 1973 wurde erstmalig der Trachtenjahrtag abgehalten. Durch den regen Zuspruch schlossen sich die übrigen Ortsvereine an und gemeinsam wird ab diesem Zeitpunkt am zweiten Sonntag im Oktober, der verstorbenen Mitglieder gedacht.


Der Vereinssaal

Die unzulänglichen räumlichen Verhältnisse im Vereinslokal Bauregger zwangen die Vorstandschaft hinsichtlich eines geeigneten Proben- und Veranstaltungsraumes zu neuen Überlegungen. Das Angebot der Familie Mittermeier, ihren leerstehenden Rinderstall auf Pachtbasis zu übernehmen und in ein Vereinsheim umzubauen, wurde angenommen.
Großer finanzieller Einsatz des Vereins und viel Eigenarbeit in der Freizeit ermöglichten es, am 27. Juli 1975 das 5. Vereinspreisplattln als erste Veranstaltung im neuen Heim durchzuführen.
Da sich der Wirtschaftbetrieb im Vereinssaal deutlich steigerte, war eine Neufassung der Vereinsstatuten vom 8. Mai 1971 im Jahr 1978 notwendig. In der Generalversammlung am 2. April wurde die Eintragung in das Vereinsregister beschlossen, um damit die Anerkennung der Gemeinnützigkeit zu erreichen.


Maibaum in Traunwalchen

Angeregt durch den 1. Bürgermeister Johann Parzinger, wurde am 2. Mai 1976, nach 40 jähriger Unterbrechung, das Ortsbild von Traunwalchen wieder mit einem Maibaum verschönert. Vor dem Vereinssaal wurde das Prachtstück aufgestellt. 1990 fand der Maibaum einen neuen Platz am Friedhofparkplatz, ehe er seit 2000 am Dorfplatz bei der Schule aufgestellt wird.


Ende der 80er Jahre – Beginn der 90er Jahre

1990 ist der Pachtvertrag für das Vereinsheim nicht verlängert worden. Seitdem ist der Trachtenverein ohne vereinseigene Unterkunft. Sehr erschwert haben sich dadurch die Probenarbeit und das Vereinsleben. Es ist dankenswert, dass der „Bolzraum“ im Pfarrheim Traunwalchen und der Saal des Gasthauses Springer-Forthuber, den Trachtlern zur Verfügung steht. Jedoch ist dies nach wie vor nur eine Übergangslösung.


Vorstandswahlen 1995

Nach 24jähriger Zeit als Vorstand des GTEV D`Traunviertler Traunwalchen übergab Stefan Scheck aus Frauenhurt 1995 die Amtsgeschäfte an Franz Ettmayr aus Niedling weiter. Stefan Scheck wurde im November 1995 zum Ehrenvorstand ernannt.


1996 – 25-jähriges Vereinsjubiläum

Das 25-jährige Vereinsjubiläum konnte 1996 zusammen mit der Schützengilde Traunwalchen durchgeführt werden. Auf dem Festplatz beim alten Feuerwehrhaus wurde zwischen dem 5. Juli und dem 14. Juli mit einem abwechslungsreichen Programm ausreichend gefeiert.


Georgiritt von Stein auf St. Georgen

Alljährlich beteiligen sich die Traunviertler mit einem Festwagen am Georgiritt des Georgivereins in St. Georgen.


Das Neue Jahrhundert - Neuwahlen im Jahr 2001

Nach 6-jähriger Amtszeit als Vorstand übernimmt Herbert Strohmayer aus Zweckham die Amtsgeschäfte von Franz Ettmayr aus Niedling, dessen wohl größter Verdienst die Festleitung zum 25-jährigen Juiläum 1996 war. 


Vereinsaktivitäten

Ferienprogramm

Die Stadt Traunreut führt jährlich ein Ferienprogramm für Schulkinder in Zusammenarbeit mit Vereinen durch. Auch die Traunviertler beteiligen sich an diesem Programm. Unter der bewährten Führung von Jugendleiter Roland Huber und seinen Helfern, bietet der GTEV Traunwalchen jedes Jahr ein Thema zur Natur oder Handwerk an. So durften die Kinder im Sommer 2009 ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und Holztragerl oder einen Holzschlitten zusammenbauen.


Vereinspreisplattln

Jedes Jahr findet zum Saisonabschluss im Oktober das Vereinspreisplattln der Traunviertler beim Springer Wirt in Traunwalchen statt. Dabei geben die Kinder, die Jugend, die Aktiven und die Altersklasse ihr Bestes beim Plattln und Drahn. Es zählt aber der olympische Gedanke, denn das Wertvolle ist – dass die Teilnehmer mitmachen und dabei bleiben und somit ihren Teil zur Brauchtumserhaltung beitragen!


Trachtenwallfahrt nach Altötting 2008

Grund für die Wallfahrt war die 125 jährige Trachtenbewegung in Bayern. Dabei gab es für die teilnehmenden Vereine die Möglichkeit ein Fahnenband, geweiht von Papst Benedikt, zu erwerben. Dies wurde dem Verein von den Trägern des goldenen Gauehrenzeichens zur Verfügung gestellt.